"Wer die Vergangenheit nicht ehrt, hat keine Zukunft - wer die Wurzeln vernichtet, kann nicht wachsen."
(Friedensreich Hundertwasser)
Vereinsleben 2016-10-12T21:14:47+00:00

Herbstfahrt am 3. Oktober 2016

Bei gemischtem Wetter hatten wir einen schönen Tag. Es regnete nur während der Busfahrt. Trockenen Fußes ging es vom Parkplatz zum Limburger Dom und anschließend in die sehenswerte Altstadt. Am Nachmittag hörten wie Interessantes vom Wetzlarer Dom und staunten über die Baustile mehrerer Epochen. Als Abschluss hatten wir ein zünftiges Abendessen in einer Ritterburg (Niederungsburg oder Ufernburg) direkt am Ufer der Lahn.

Dies & Das – In den letzten Jahren

Die vereinseigene Dreschmaschine ist ins neue Quartier nach Unterweisenborn umgezogen. Ächzend und stöhnend ging sie nach vielen Jahren Standzeit auf die Reise.

Bedauernswert ist, dass sie stark vom Holzwurm befallen ist. Man muss sehen, ob man dagegen nachhaltig etwas tun kann. Vielen Dank an Gerd Landsiedel, der die alte Dame mit seinem Unimog zog.

Die Ulme, auch Rüster genannt, kann bis zu 40 m hoch werden und einen Kronenumfang von 16 m erreichen. Ulmen können einige hundert Jahre alt werden.

Sie sind seit 1918 vom Ulmensterben bedroht, welches durch einen Pilz verursacht wird, den der Ulmensplintkäfer überträgt. Wipfeldürre zeigt oft die Gefahr an. Diese hier allein stehende Ulme ist nicht so gefährdet wie Ulmen in Alleen und Parks. In der Kreisstadt Bad Hersfeld wurden fast alle Ulmen gefällt, da sie vom Pilz befallen waren. Aus diesem Grund sollte man alleinstehende Ulmen solchen Alters besonders schützen. Sie haben Seltenheitswert. Das Ulmensterben droht die mitteleuropäische Ulme auszurotten.

Bäume diesen Alters gibt es in Schenklengsfeld sehr selten, da man im letzten Jahrzehnt, seit Holz wieder zum Heizen genutzt wird, zu viele gefällt hat. Außer unseren ehrwürdigen und geschichtsträchtigen Linde gibt es noch eine sehr alte im Pfarrgarten, eine stattlich gewachsene, ca. 1890 gepflanzte am Kirchplatz, sowie eine alte Eiche oberhalb der Hersfelder Straße.
Bäume erfüllen vielerlei Umweltschutzfunktionen:

  • Sie reduzieren Luftverschmutzung
  • Sie verursachen thermisch bedingte Luftkreisläufe
  • Sie bringen gekühlte Frischluft in Baugebiete
  • Sie produzieren lebenswichtigen Sauerstoff. Ein 100jhrg. Baum kann den Sauerstoffbedarf von 10 Menschen decken.

Deswegen sollte jeder Einzelne Bäume schützen und alt werden lassen!
Aus Sicht des Vogelschutzes gilt. Solch große Bäume bieten einer Vielzahl von Vögeln größten Nutzen. Sei es nur als Nachtlager. Neulich erblickten wir u.a. ein Kleiberpärchen und Wacholderdrosseln. Auch dem Turmfalkenpaar, was die kameraüberwachte Bruthöhle am Lehrerhaus bewohnt, kommt unsere alte Ulme sehr zu Gute.

Karl-Heinz Storch
Vogelschutzwart des Heimatvereins

.Alter-Kirchturm400.. dass der Kirchturm unserer Mauritiuskirche bis 1822 fünf Turmspitzen hatte ?
Ein hoher Spitzhelm in der Mitte wurde von vier Ecktürmen ( auch Wichhäuschen genannt) umgeben. Beispiele sind noch in Obergeis, Neukirchen, Odensachsen, Oberaula … zu sehen.
Für das Jahrbuch 2010 mit 54. Heimatkalender, Landkreis Hersfeld-Rotenburg
zum Buchteil „Gemeinde Schenklengsfeld“

Es ist Mauritius und nicht Sankt Georg
von Liesel Honikel, Schenklengsfeld

Eigentlich sieht er dem St. Georg ja sehr ähnlich, der Ritter mit seinem Pferd auf dem 77 mal 90 cm großen Sandsteinrelief an der Hausfassade vom „Gasthaus zur Linde“ in Schenklengsfeld. Und in Verbindung mit der Legende vom Drachen, der hier an der alten Linde angeblich vom heiligen Georg getötet wurde, weil er jedes Jahr eine Jungfrau für sich forderte, bekommt der Ritter St. Georg auf dem Relief eine gewisse Glaubwürdigkeit. Auch in der Regionalliteratur gab es bisher keinen Zweifel daran.

Bei Kenntnis der Kirchengeschichte von Schenklengsfeld und genauerer Betrachtung dieses Reliefs drängt sich jedoch eine andere Interpretation auf: Beim dargestellten Reiterbild handelt es sich um den wiederentdeckten Patron der Pfarrkirche des Dorfes, nämlich um Mauritius.
Zu diesem Ergebnis kamen wir nach zwei ganz unterschiedlichen Untersuchungsansätzen und auf fast abenteuerliche Weise.
Zunächst forschte der ehemalige Pfarrer, Herr Gustav Boos, der von 1932 bis 1966 die Pfarrstelle in Schenklengsfeld innehatte, im Hess. Staatsarchiv Marburg nach Belegen für ein Patrocinium.

Aus heutiger Sicht kann man es kaum glauben, aber die Nadel im Heuhaufen wurde gefunden, und er erhielt die ersehnte Auskunft: Es ist M a u r i t i u s!!!

Voller Freude telefonierte er mit seinem Sohn Wolfgang und teilte ihm die Entdeckung mit, dann ließ er ein neues Kirchensiegel anfertigen und eine leinene Altardecke mit dem Ritter Mauritius besticken. Und als er später in den Ruhestand ging, da blieben diese beiden sichtbaren Zeichen im Pfarrhaus zurück, jedoch ohne schriftliche Hinweise. So aber geriet die Geschichte selbst in Vergessenheit.

Der zweite Ansatz ging von dem Steinrelief an der Linde aus. Oft hatten wir seit unserem Zuzug in die Gemeinde 1976 in den Ortschroniken von Konrad Schüler und Peter Rosskopf gelesen, bis mir endlich bei einem Gang über den Lindenplatz auffiel, dass diesem Georg nicht nur der Drache fehlte, sondern dass er auch kein Schwert zog oder etwa auf einen vermeintlichen Drachen hinunterblickte. Stattdessen sind Oberkörper und Kopf seitlich zum Betrachter gewendet, mit seiner Rechten hält er die Zügel des Pferdes und in seiner Linken eine Fahnenlanze, das Schwert hängt zur Seite herunter.

Zweifellos musste es sich anhand dieser Attribute des Ritter-Heiligen um Mauritius handeln.

Bei einem Gespräch mit unserem jetzigen Pfarrer, Herrn Dietmar Preiß erinnerte sich dieser an die beiden Mauritius-Gegenstände im Pfarrhaus wieder ein, und langsam rundete sich das Bild: Von der Größe und Dicke des Sandsteins her zu schließen, wird der Ritterheilige wohl bis 1736 über dem Eingang des früheren sehr kleinen Kirchenschiffs angebracht gewesen sein. Danach aber legte man diesen baufälligen Anbau im Westen des Wehrturms nieder, und Landbaumeister A. J. Erdinger baute das heutige große Barockschiff an den mächtigen Turm an. Das Relief kam auf Umwegen über eine Scheune in der Nähe der Kirche vor 1840 an das Gemeinde-Wirtshaus an der Linde.

Wolfgang Boos, der des Öfteren hierher zu Besuch kam, erfuhr davon, und da erzählte er von dem positiven Bescheid, den sein Vater in Marburg erhalten hatte. Er begann nun seinerseits eine intensive Suche in dessen Aufzeichnungen – jedoch ohne Erfolg.

Jahre vergingen – Wo sucht man nach Urkunden, in denen unsere Kirche vor der Reformation genannt sein könnte? Ihre Zuständigkeit war sehr wechselvoll: Würzburg, Geisa kommen in Frage – möglich war natürlich auch das Kloster Hersfeld, dessen Ritter-Adlige über Jahrhunderte hier das Schenken-Amt ausgeübt und mit Ländereien belehnt waren. Die Suche war frustrierend. Immer wieder fragten wir uns, wer denn noch einmal eine Suche in Marburg auf sich nehmen würde, um die berüchtigte Stecknadel wieder zu finden.

Da kamen uns zwei Glücksfälle zu Hilfe: Wolfgang Boos fielen nach vielem Nachdenken über die Gespräche mit seinem Vater das Jahr 1958 sowie Monat und Woche wieder ein, in denen sein Vater ihm damals die Marburger Nachricht mitteilte. Und der 2. Glücksfall war, dass man in Marburg alle wichtige Amtspost genauso archiviert wie die früheren Urkunden. So halten wir sie nun in Händen: Die Urkunde vom Montag vor Ostern 1364 (es ist der 18.März), in der Heinrich von Mansbach, besorgt um sein Seelenheil nach seinem Tod, für sich und seine Erben ein Ewiges Licht stiftet, und zwar in „der pfarr kirchen Sende (Sankt) Mauritius tzu Schenkenlengisfelt.“

Die oft gestellte Frage nach dem Alter des Reliefs konnte im Mai 2009 bei der Restaurierung durch die Brüder Gisbert und Engelbert Seng aus Fulda vorläufig beantwortet werden. Mehrere Farbschichten wurden freigelegt, um die Originalfarben feststellen und wieder auftragen zu können. Die Experten sprechen – vorsichtig und einer ersten Einschätzung nach – von einer frühgotischen Arbeit, wohl Anfang des 13. Jahrhunderts, im dörflich-bäuerlichen Stil.

Die nächste, sich daraus ergebende Frage kann in diesem Rahmen nur kurz beantwortet werden: Wie kommt denn Mauritius, der Offizier und Märtyrer der Thebaischen Legion, als Ritter-Patron nach Schenklengsfeld?

Die Antwort hängt u.a. mit der Beliebtheit und Vorbildfunktion dieses Heiligen als „Miles Christi“ bei den Rittern im 12./13.Jh. zusammen. Die mächtigen Rittergeschlechter im Bereich Hersfeld und Fulda (von Mansbach, von Buchenau, von Trümbach, von Romrod, von Baumbach und deren Zweige in Buttlar, Völkershausen usw.) hatten zum Teil das Schenkenamt inne und/oder besaßen Ländereien, Höfe und auch eine Kemenate in diesem Ort.
Und weil Angehörige dieser Familien auch Äbte in Hersfeld waren oder in deren Diensten standen, so ergeben sich noch weitergehende Überlegungen: so z.B. zur Verbundenheit des Klosters mit den Ottonen und Saliern und deren Königspatron, Mauritius (Magdeburg), ebenso wie die zur Verehrung des Ritter-Heiligen durch den Reformabt Godehard, der ihn von Tegernsee nach Hersfeld und Hildesheim mitbrachte. Ein abschließendes Zitat eines Experten soll diese Überlegungen stützen:

„Die Aufgabe, diese (Soldaten- und Ritter-) Heiligen dem Rittertum nahezubringen, erfüllten zwei Kräfte, das Königtum und die Reformbewegung (der Klöster).“

Gerd Zimmermann, Patrozinienwahl und Frömmigkeitswandel im Mittelalter. In: Würzburger Diözesan-Geschichtsblätter 21, 1986, S. 45.

So haben wir in Schenklengsfeld wieder eins unserer steinernen Denkmäler zum Reden gebracht, das auch durch seine behutsame Restaurierung viel an Lebendigkeit gewonnen hat.

Wer jetzt noch Lust hat, sich ausführlicher über die Geschichte des Mauritius im Mittelalter zu informieren und wer neugierig auf die schrittweise Verschönerung des Ritters nach der Entfernung von (sage-und-schreibe) 18 Farbschichten ist, dem sei folgender Aufsatz empfohlen: Liesel Honikel, Der wiederentdeckte Mauritius. Ein Beitrag zur Geschichte des mittelalterlichen Heiligen in Schenklengsfeld, in: Hersfelder Geschichtsblätter, Band 5, 2011, hrg. vom Hersfelder Geschichtsverein e.V..

Verkauf: Gemeinde Schenklengsfeld; oder Buchhandel in Hersfeld (Kosten: 9,50 €)

Einen sehr guten Erfolg konnte die Mannschaft des Heimatvereins beim Bürgerschießen 2013 in Konrode erzielen. Mit 180 Ringen belegte man den ersten Platz. Die Schützen zeigten durchweg sehr gute Leistungen und gewannen verdient und hocherfreut.
Es schossen:
Christian Storch, Sascha Sippel, Ralf Malkmes und Sven Lyding
Ehrung für 25 Jahre im Heimatverein:
Heimatverein Landeck 1953 e.V. Schenklengsfeld

Bericht von der Jahreshauptversammlung am 26. Januar 2013

Nach Begrüßung der erschienenen Mitglieder und Gäste im Hotel Steinhauer eröffnete der 1. Vors. Karl Honikel der Versammlung. Nachdem er die Beschlussfähigkeit festgestellt hatte, gedachte die Versammlung der verstorbenen Mitglieder des letzten Jahres, und zwar Peter Lotz, Heinrich Schneider, Peter Claus und Jakob Sandlos. Schriftführer Dirk Storch verlas anschließend das Protokoll der letzten JHV, das einstimmig genehmigt wurde. Zu Beginn seines Jahresberichts erinnerte der 1. Vorsitzende zunächst an die Gründung des Vereins am 17. Mai vor 60 Jahren. Der 1953 ins Leben gerufene Heimatverein hatte sich zunächst dem Vogel- und Naturschutz, der Förderung des Fremdenverkehrs und der Dorfverschönerung zugewandt und schon 1954 das erste Lindenblütenfest veranstaltet. Ab 1962 war es vor allem der erste Vorsitzende Heinrich Strack, der dem Verein in seiner langen Amtszeit wichtige Impulse gab. So wurde auch schon 1962 die Badborn-Anlage neu gestaltet und im nächsten Jahr kann mit der 1250 Jahrfeier von Schenklengsfeld auch 60 Jahre Lindenblütenfest gefeiert werden.

Die Aktivitäten des vergangenen Vereinsjahres betrafen das gut besuchte Strohhäischerfest am Pfingstmontag, das Badbornfest am 26. August zur Erinnerung daran, dass vor 60 Jahren die Anlage des historischen Gesundbrunnens von 1455neu gestaltet worden ist, sowie die Herbstfahrt am 7. Oktober zum Weinort Sommerach am Main, wo eine Führung durch die Weinberge vor allem bei den Schenklengsfeldern Weinbergfreunden großes Interesse fand. Weitere Tätigkeitsberichte gaben für ihre Aufgabenbereiche ab: Stellv. Kassierer Dirk Storch, der 2. Vorsitzende Rainer Nitsch zum Kostümfundus, Martin Schwarz zur Mitgliederentwicklung, Karl-Heinz Storch als Vogelschutzwart, Bankwart Reinhold Springer und Technischer Wart Georg Bolzt. Karl Honikel sprach einen besonderen Dank aus an Frau Frieda Sippel für den ganzjährlichen Blumenschmuck am Strohhäischer, an Frau Maria Fiebig für die Bepflanzung der Steintröge auf der Ringmauer der Linde und an Frau Annemarie Daube für die Wartung der Gartengeräte auf dem Friedhof. Und natürlich werden die mit diesen Pflegemaßnahmen verbundenen Kosten vom Heimatverein getragen. So lobte der erste Vorsitzende auch die Bemühungen der örtlichen Weinbergfreunde im Heimatverein, die im letzten Jahr den Weinanbau an historischer Stelle mit der Rotweinsorte Regent reaktivierten. Er sicherte der Sparte Weinbergfreunde auch in diesem Jahr die volle Unterstützung bei der Anlage von drei weiteren Feldern zu. In diesem Zusammenhang wurde die Spartenleitung Weinbergfreunde von der Versammlung einstimmig gewählt, und zwar als Fachleiter Helmut Schott und als sein Stellvertreter Harald Hohmann, Schriftführer wurde Dr.Bernd Schwedes und Kassierer der Sparte Hans-Georg Bock.

Im weiteren Verlauf der Jahreshauptversammlung wurde das Jahresprogramm des Vereins vorgestellt. So wollen die Weinbergfreunde am 12. Mai ein erstes Weinfest am neu angelegten Weinberg veranstalten. Das Strohhäischerfest wird wie üblich am Pfingstmontag in der Rathausstraße stattfinden. Beim Abend unter der Linde am 13. Juli wird auch die Gründung des Heimatvereins vor 60 Jahren gefeiert. Die Herbstfahrt am 22. September führt die Teilnehmer ins Museumsdorf Fladungen und ins malerische Ostheim in die bayerische Rhön.

Bremser, Fisch und Zweibelkuchen
Der Heimatverein Landeck 1953 e.V.auf Herbstfahrt in Unterfranken

Die diesjährige Herbstfahrt ging nach Sommerach, dem historischen Weinort mit der barocken Bilderbuchkulisse im Landkreis Kitzingen in Unterfranken. Nachknapp zwei Stunden Fahrt, unterbrochen durch zwei kleine Pausen und einer deftigen Brotzeit, war das Zielauf der Weininsel an der Mainschleife erreicht. Beim freundlichen Empfang und einer ersten Verkostung in der Vinothek wurde den Reisenden stolz berichtet, dass Sommerach zu den schönsten Dörfern Bayern zählt. Denn in diesem Jahr wurde der Weinort beim Dorfwettbewerb „Unser Dorf hat Zukunft -Unser Dorf soll schöner werden“ mit der Goldmedaille ausgezeichnet.

Für die Interessierten schloss sich, bei sehr freundlichem Herbstwetter, eine Führung durch die Weinberge in Ortsnähe an, bei der weitere Weinproben gereicht, und die Besucher über Anbau, Pflege und Ernte der verschiedenen Rebsorten fachkundig informiert wurden.

Weiter ging’s zum Weinlese-und Fischerfest nach Volkach. Im Herzen des Fränkischen Weinlandes gelegen, kann der Ortauf eine 750 Stadtgeschichte zurückblicken. Im mittelalterlichen Stadtkern konnten sich die Reisenden den frischen, fränkischen Bremser (bei uns auch als Federweißer bekannt), Zwiebelkuchen, Mainfisch oder Silvaner schmecken lassen. Ein kurzweiliger, unterhaltsamer und geselliger Nachmittag.

Ein weiterer Höhepunkt der Fahrt war ein gemeinsames Abendbrot im traditionsreichen, rustikalen Brauhaus aus dem 13. Jahrhundert, der „Wiesen-Mühle“ in Fulda. Der Aufenthalt in der „Wiesen-Mühle“, in der man übrigens das größte Mühlrad Europas findet, verlief sehr gesellig. Köche und Braumeister gaben ihr Bestes und so war der Abend für jeden ein besonderes Erlebnis.

Während auf der Heimfahrt die Eindrücke der Fahrt diskutiert wurden, gab es weitere kostenlose Weinproben. Allen Beteiligten ,die diesen wunderschönen Tag möglich gemacht haben, muss man einen großen Dank aussprechen.

Auf den Tag genau hat der Heimatverein Landeck 1953 e.V. einem neuen Halteschild in Lampertsfeld gestern an die Eröffnungsfahrt der Hersfelder Kreisbahn vor 100 Jahren erinnert. Am 26. September 1912 dampfte, rauchte und fauchte zum ersten Mal eine Eisenbahn das Solztal hoch bis nach Schenklengsfeld, wo die Honorationen festlich empfangen wurden. Die Hersfelder Zeitung berichtete über das Ereignis am 28.
September 1912 sehr ausführlich auf der ersten Seite. Die Kreisbahn Hersfeld – Heimboldshausen läutete eine wirtschaftliche Blüte für das Landecker Amt und das Werratal ein. Vor allem nach dem 2. Weltkrieg erwies sich die Kreisbahn als Glücksfall für
die Region, weil die Züge die Kalitransporte bis nach Bad Hersfeld übernehmen konnten.
Unser Bild zeigt den Vorsitzenden Karl Honikel (links) und den technischen Wart Georg Bolzt.
Spende Gerlach

Erneut konnten sich die Weinbergfreunde im Heimatverein über eine großzügige Spende freuen. Augenoptiker- und Hörgeräteakustikermeister Ullrich Gerlach übereichte 300,– € in seinen Geschäftsräumen in der Hersfelder Straße. Er betonte ausdrücklich, dass er sich mit seiner Spende den Bürgern der Gemeinde erkenntlich zeigen möchte. Ullrich Gerlach freut sich über die treuen Kunden, die seit über 22 Jahren seine Dienste in Schenklengsfeld in Anspruch nehmen und gibt gerne etwas zurück an die Allgemeinheit. Wir sagen herzlichen Dank …

Karl Honikel

Ullrich Gerlach

Bremser, Fisch und Zweibelkuchen
Der Heimatverein Landeck 1953 e.V.auf Herbstfahrt in Unterfranken

Bei leider schlechtem Wetter fand unsere Mitgliederfeier am Badborn statt. Trotzdem war ein Großteil der Helfer der vergangenen Jahre zugegen und erfreute sich über Sippel’s leckeres Essen, sowie Willi Bocks guten Kuchen
und nicht zuletzt über die dargereichten Getränke aller Art.

Der alte Drache wurde am 23. Juli 2012 reaktiviert

Aktivkräfte bereiteten unseren Drachen in Unterweisenborn für den Kirmesfestzug am 29.07.2012 vor.

Schenklengsfeld erhält 2715 Euro aus dem Leader-Programm

Ein Bericht der Hersfelder Zeitung vom 27.06.2012

Historische Friedhöfe sind auch Freilichtmuseen

Unsere alten Friedhöfe sind wertvolle Zeugen unserer Geschichte und Kultur, sie prägen unser Gedächtnis und sind somit Teil unserer Erinnerung an die Glaubens- und Lebenswelten unserer Vorfahren. Ein Gang über einen jahrhundertealten Friedhof mit seinen sehr unterschiedlichen Grabzeichen ist für den interessierten Betrachter wie das Eintauchen in eine museale Begräbnislandschaft. Und am Ende eines solchen Besuchs wird man spüren, dass Leben und Tod unserer Vorfahren einen vitalen Bezug zu unserer eigenen Existenz herstellen. Auf vielen historischen Friedhöfen sind es zunächst die verschiedensten Grabmalformen und die symbolträchtigen Vorderseiten und Inschriften der Grabdenkmäler, die den Besucher in ihren Bann ziehen. Über die Jahrhunderte hat sich die Begräbniskultur in starker Abhängigkeit von den regionalen Traditionen entwickelt. Dies betrifft zunächst die religiösen Vorstellungen vom Sinn des Daseins und den Glauben an ein besseres Leben im Jenseits, ablesbar an der figürlichen Ausgestaltung und den Inschriften der Grabmale. Aber auch die Handwerkskunst der örtlichen Steinmetze verdient Beachtung, denn im Zuge der Zeit und der Modehaben sie vor allem mit den Grabsteinen der Barockzeit im 18. Jh. Meisterliches geschaffen. Auf dem Historischen (christlichen) Friedhof von Schenklengsfeld kann eine ganze Reihe sehr kunstvoll gearbeiteter Grabsteine aus drei Jahrhunderten bewundert werden.

Der Jüdische Friedhof von Schenklengsfeld wurde erst 1870 angelegt, obwohl schon im 15. Jh. jüdische Familien im damaligen Hauptort des Landecker Amtes ansässig waren. Vor 1870 mussten unsere jüdischen Familien ihre Toten im nahen Mansbach auf einem jüdischen Sammelfriedhof beerdigen lassen. Auf dem noch gut erhaltenen Friedhof der ehemaligen jüdischen Gemeinde südlich des Kreisbahnhofes befinden 118 Grabmale aus Sandstein, die in Form und Gestaltung der Vorderseite mit Symbolen und hebräischer Beschriftung den traditionellen Vorbildern folgen. Als letztes Gemeindemitglied wurde am 14. April 1938 die 84 Jahre alte Klara Katzenstein auf dem „guten Ort“ begraben.

Kirchhof und Kirche waren die früheren Begräbnisplätze auch in Schenklengsfeld. Es war der Reformator Martin Luther, der die Enge und die Zustände der Friedhöfe deutlich kritisierte und eine würdige und sichere Bestattung der Toten außerhalb der dicht besiedelten Städte und Dörfer verlangte. Allerdings hatten Adelige und hohe Beamte des Landesherrn immer noch das Recht, in oder an der Kirche beerdigt zu werden. Die Grablege in der Kirche wurde mit einer größeren Sandsteinplatte (Epitaph) verschlossen bzw. durch eine solche an der Kirchenmauer gekennzeichnet. In der Mauritiuskirche von Schenklengsfeld sind innen noch drei Epitaphe zu sehen, weitere liegen im Boden der Kirche.

Der Historische Friedhof von Schenklengsfeldumfasst rund 270 Grabdenkmäler aus drei Jahrhunderten und ihren verschiedenen Kulturepochen. Es ist die Vielfalt der Grabsteine in Form, Ausgestaltung und Aussage, die ihn zu einem kostbaren Zeugnis und Dokument der Begräbniskultur unserer ländlichen Region macht. In vielen Fällen sind es die Familien-Grabsteine, die für nachkommende Generationen wiederverwendet worden sind und deshalb so lange erhalten blieben. Die reiche Ausschmückung der Vorderseite mit Personen, Engeln, Blumen und der Krone des Lebens zeugen von der hohen handwerklichen Kunstfertigkeit der Steinmetze unseres Ortes. Die Rückseite ist meist mit einem kurzen Text (Leichtext) aus der Bibel versehen, der dem Pfarrer als Grundlage seiner Predigt beide Beerdigungen diente.

25 Jahre im Heimatverein: Marika Springer, Walter Klee; ganz links: Karteiführer Martin Schwarz, ganz rechts 1. Vors. Karl Honikel

Ehrung für 50 Jahre Mitgliedschaft: von links Karl-Heinz Deiß, Martin Steinhauer, Richard Both, Ludwig Henkel, Robert Ruppel und Heinz Schulz; ganz rechts 2. Vors. Rainer Nitsch
Heimatverein Landeck 1953 e.V. Schenklengsfeld
www.heimatverein-schenklengsfeld.de
Aus der Mitgliederversammlung – JHV 2012 – wird berichtet
Nach Begrüßung, Feststellung der Beschlussfähigkeit und Totenehrung wurde das Protokoll der letzten JHV am 22.01.2011 von Schriftführer Dirk Storch verlesen und anschließend von der Versammlung genehmigt. Danach gaben die Mitglieder des Vorstandes ihre Jahresberichte ab.

Tätigkeitsberichte

Der 1. Vorsitzende Karl Honikel erinnerte an die Vereinsveranstaltungen des letzten Jahres, nämlich das beliebte Strohhaischerfest am Pfingstmontag, der gut besuchte Abend unter der Linde im August und an den Tag des offenen Denkmals im September, der als romantischer Sommerabend im Pfarrgarten und in der Kirche zu Hilmes auch überörtlich großen Anklang fand. Unter Mitwirkung der TVG Schenklengsfeld, die sich mit Gesang, Tanz und Wortvortrag beteiligte, wurde den zahlreichen Besuchern ein buntes Programm zu Themen des 19. Jahrhunderts geboten.

Ferner habe sich der Heimatverein im vergangenen Jahr wieder um stark der 1000-jährigen Linde gewidmet. Für die Sanierung des inneren Sandsteinringes konnte als Sponsor die Firma Linde GmbH in Bad Hersfeld gewonnen werden. Die Instandsetzung der die vier Stämme umschließenden Ringmauer soll in diesem Jahr abgeschlossen werden. Auch eine Janus-Schautafel, die auf beiden Seiten die Gäste und Besucher über die alte Gerichts- und Tanzlinde informiert, wurde unter dem Stützgerüst angebracht. Und schließlich habe das Hessen-Fernsehen im letzten Herbst noch einen Film für die Sendung „bilderbogen“ gedreht. Der 1. Vors. dankte allen Mitgliedern und Helfern, die zum Gelingen der verschiedenen Veranstaltungen und Arbeitsprojekte beigetragen haben.

Der 2. Vorsitzende Rainer Nitsch berichtete von der traditionellen Herbstfahrt der Vereinsmitglieder nach Hann.-Munden mit einer Bootsfahrt auf Fulda und Werra sowie den Besuch der bekannten Salinenstadt Bad Sooden-Allendorf. Er kündigte auch schon die diesjährige Herbstfahrt in das Bocksbeutel-Weinland am Main bei Sommerach an. Karteiführer Martin Schwarz erläuterte die nur geringen Veränderungen im Mitgliederbestand und führte aus, dass zu hohen Geburtstagen und besonderen Anlässen verdiente Mitglieder mit kleinen Geschenken bedacht wurden. Hauptkassierer Ralf Malkmes legte den Kassenbericht vor. Er erklärte die Hauptposten der Einnahmen- und Ausgabenseite und konnte im Abschluss eine befriedigende Kassen- und Vermögenslage feststellen. Die Kassenprüfer Matthias Vollmer und Sven Lyding bescheinigten nach Prüfung der Vereinsfinanzen eine sachlich und rechnerisch gut und korrekt geführte Kasse. Ihr Antrag auf Entlastung des Vorstandes wurde einstimmig angenommen.

Auch die Berichte der verschiedenen Fachwarte gaben einen aufschlussreichen Einblick in die laufende Arbeit des Heimatvereins, der sich satzungsgemäß vor allem für die Pflege des Ortsbildes einsetzt. Dazu gehören besonders: Aufstellen und Warten von Ruhebänken, Vogelschutz, Anschaffung und Betreuung des Blumenschmucks, Pflege der Wanderwege usw.Aus den Ausführungen von Bankwart Reinhold Springer und Vogelschutzwart Karl-Heinz Storch ginghervor, dass sie für ihr Aufgabengebiet dringend Unterstützung brauchen, an der Sache interessierte Helfer seien ihnen jederzeit willkommen. Ralf Malkmes erinnerte an die sich in diesem Jahr zum 50. Male jährende Herrichtung der Parkanlage am Badborn. Und er verwies auf die neue vereinseigene Homepage www.heimatverein-schenklengsfeld.de, auf der u. A. eine Vielzahl der vom Verein umgesetzten Projekte und die Tätigkeitsfelder des Heimatvereins eingegangen wird. Die Homepage erfreut sich großen Interesses. Des Weiteren arbeitet der Verein intensiv im Arbeitskreis Dorferneuerung mit.

Vorstandswahlen

Unter der bewährten Leitung von Altbürgermeister Horst Hannich fanden die Vorstandswahlen statt mit folgendem Ergebnis: 1. Vors. Karl Honikel, 2. Vors. Rainer Nitsch, Schriftführer Dirk Storch, Hauptkassierer Ralf Malkmes und Karteiführer Martin Schwarz.Zu Beisitzern imVorstand wurdengewählt: Gerhard Grösch, Klaus von Sierakowsky und Sven Lyding.

Zum erweiterten Vorstand gehören die Fachwarte, von denen wesentliche Vereinsaufgaben wahrgenommen werden. Dies sind für weitere zwei Jahre: Bankwart Reinhold Springer, Vogelschutz Karl-Heinz Storch, Kostümfundus Rainer Nitsch, Wanderwege Karl-Heinzvon Keitz, Technik Georg Bolzt und Jugend/PR Ralf Malkmes. Für die Blumenpflege am Strohhaischer und an der Linde werden weiterhin sorgen: Frau Frieda Sippel und Frau Maria Fiebig. Die Betreuung der vereinseigenen Geräteständer hat Frau Annemarie Daube übernommen. Einen besonderen Dank sprach K. Honikel den drei Damen für die bislang geleistete Arbeit aus und betonte das allgemein sichtbare Ergebnis ihres Engagements.

Sparte Weinbergfreunde

Wie der 1. Vorsitzende vor der Versammlung ausführte, habe sich seit rund einem Jahr innerhalb des Heimatvereins eine Gruppe der Weinbergfreunde gebildet, die als eigenständige Sparte den historisch belegten Anbau von Wein am Weinberg in Schenklengsfeld als Hobby pflegen wolle. In Gesprächen mit der Gemeindeverwaltung sei ein Entwurf für einen Pachtvertrag erarbeitet worden, der die entsprechende Nutzung des Weinbergs unter den Auflagen des Hessischen Weinbauamte in Eltville ermögliche. Der anwesende Sprecher der bereits zahlreichen Weinbergfreunde, Helmut Schott, erläuterte die Planung und Durchführung des Vorhabens im einzeln und beantworte Fragen der Anwesenden. Nachdem der Vorstand des Heimatvereins das Projekt der Weinbergfreunde unterstützt und als Teil der Vereinsaufgaben nach §2 der Satzung schon beschlossen hatte, stellte er nun den Antrag an die Mitgliederversammlung, die Weinbergfreunde als Sparte in den Heimatverein Landeck aufzunehmen, um ihnen einen vereinsrechtlichen Rahmen zu geben. Der Antrag wurde einstimmig angenommen. Wie weiterhin bekannt wurde, soll noch in diesem Jahr mit der Anpflanzung von Rebstöcken begonnen werden. Mit der Neukultivierung des Weinberges werde nicht nur eine Image-Verbesserung in diesem Bereich der Kerngemeinde erreicht, sondern auch eine abwechselungsreiche Freizeit- und Freiluftbeschäftigung mit Wein und seinem Anbau verbunden sein.

Ehrungen

Für 50 Jahre Mitarbeit und treue Mitgliedschaft im Heimatverein wurden mit Urkunde und einem Geschenk geehrt: Richard Both, Karl-Heinz Deiß, Ludwig Henkel, Robert Ruppel, Heinz Schulz, Martin Steinhauer, Heiner Geheb, Peter Lotz, Reinhard Ries, Jakob Sandlos, Karl-Heinz Storch, Heiner Thurm und Emil Volkmer. Die Goldene Ehrennadel erhielten für 25-jährge Vereinstreue die Mitglieder Marika Springer und Walter Klee.

Programm 2012

Abschließend wurde noch das Veranstaltungs- und Arbeitsprogramm für das laufende Jahr 2012 bekannt gegeben:

  • Strohhaischerfest in der Rathausstraße am Pfingstmontag, 28. Mai 2012
  • Intern. Museumstag am Sonntag, 20. Mai 2012: Vormittags und nachmittags öffentliche Führungen zu drei historischen Friedhöfen in Schenklengsfeld: Jüdischer Friedhof, Kirchhof und Kirche, Historischer Friedhof
  • Vereinsfest am Badborn amSonntag, 26. August 2012 -Herbstfahrt ins Weinland am Main am Sonntag, 07. Oktober 2012
  • Arbeitseinsätze auf dem HistorischenFriedhof bezüglich Grabsteine und Predigerhäuschen.

Mit einer reichlich durch gespendete Preise gefüllten Tombola fand die Jahreshauptversammlung 2012 im gemütlichen Teil einen harmonischen Ausklang.

Geborgene Erinnerungen – Die frühen Jahre

Lindenblütenfest 1961

1200-Jahr-Feier – 1964

Eva Stojecki hat für uns recherchiert:

Laut Haus und Kriegsmuster von 1543 und 1553 lebten folgende Personen mit oder ohne Familien in Conrode.

  • Heintz Rabe
  • Petter Lesch
  • Adam Roerbach
  • Wigant Müller
  • Hans Sauerwein
  • Petter Engelhardt
  • Oßwaldt Engelhardt
  • Henn Koch
  • Caspar Selingk
  • Jacob Hebeler
  • Heintz Heyrodt
  • Heintz Koch
  • Hans Bredenbahc
  • Engel Prier
  • Endres Heirodt
  • Michel Löffler

anno 1534

Erteilung Bestätigung des Bierbrauerei- und Schankpriviels der Gemeinde Schenklengsfeld

 

Vielen Dank an Eva